Spitzenpilot Jan Kretzschmar löst WM-Ticket

von Gerd Peter Lauer

Deutscher Vizemeister im Segelfliegen

Bayerisches Siegerpodest bei der Deutschen Segelflugmeisterschaft  v.l.n.r, Jan Kretzschmar, Claus Triebel, Benedikt Wägele

Der Lichtenfelser Spitzenpilot Jan Kretzschmar hat sich bei der gerade zu Ende gegangenen Deutschen Segelflugmeisterschaft in Zwickau als Vizemeister für die im kommenden Jahr im süditalienischen Rieti stattfindende Weltmeisterschaft qualifiziert. Nach sehr anspruchsvollen 5 Wertungsflügen wurde er mit seiner LS 8neo nur mit 24 Punkten Vorsprung von Claus Triebel aus Selb geschlagen. Dritter auf dem von bayerischen Piloten dominierten Podest wurde Juniorpilot Benedikt Wägele aus Königsdorf.

Von Beginn an flog Jan Kretzschmar in der Spitzengruppe der 37 Teilnehmer ganz vorne mit. Schwache Blauthermik und niedrige Arbeitshöhen über dem Thüringer Wald und Erzgebirge kennzeichneten den Wettbewerb. Bei den wetterbedingt relativ kurz ausgeschriebenen Streckenführungen zwischen 150 km – 270 km kam er immer unter die ersten 8 Piloten in die Tageswertung. Pech hatte er gleich am ersten Wertungstag mit Wendepunkten Kloster Banz und Marktredwitz, wo er am letzten Wendepunkt wegen Problemen mit dem GPS-Aufzeichnungsgerät 50 Strafpunkte kassierte.

Lichtenfelser Bundesliga Team festigt Platz 5

Am Wochenende kämpfte auch das Bundesliga Team des Aero Club Lichtenfels in der Runde 6 um weitere Punkte. Nachdem die Flüge am Samstag nur schwache Ergebnisse einbrachten musste es der Sonntag bringen. Bis zu 35 km/h starker Wind aus westlichen Richtungen machte es den Piloten entsprechend schwer, Strecke und Geschwindigkeit zu machen. Von der Strategie musste man deshalb so weit wie möglich gegen den starken Wind nach Westen fliegen, um dann in den 2 Wertungsstunden die schnellste Geschwindigkeit auf einem möglichst langen Rückenwindschenkel zu erreichen. Das Fluggebiet reichte so bis an den Rheingraben im Westen und die Tschechische Grenze im Osten.

Die schnellste Schnittgeschwindigkeit über die Wertungszeit von 2 Stunden erreichte das Doppelsitzer-Team Bernhard Eder / Petra Zimmermann Lauer auf Arcus M mit120,87 km/h über eine Strecke von 242 km. Gerd Peter Lauer flog mit dem Ventus 3 E 118,72 km/h über 237 km. Den notwendigen dritten Flug brachte Markus Reuss auf der leistungsschwächeren LS 1 f mit 98,53 km/h und 197 km in die Wertung ein.

Mit Rang 8 in Runde 6 festigte das Lichtenfelser Team Platz 5 in der Gesamtwertung. In Führung weiterhin das Segelflugzentrum Königsdorf vor dem LSV Schwarzwald.

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