Hitze bringt Thermikbedingungen wie in Namibia und Südafrika
von Gerd Peter Lauer
Die Runde 9 entschädigte die Piloten des Aero Club Lichtenfels für die schwachen Wetterbedingungen und nur mittelmäßigen Ergebnisse in Runde 7 und 8. Bei der großen Hitze am Wochenende stellten sich über den Kämmen der Mittelgebirge herausragende Thermikbedingungen ein, wie man sie sonst nur aus Namibia oder Südafrika kennt. Das Lichtenfelser Team entschied sich für das Fluggebiet zwischen dem Fichtelgebirge und weiter nach Osten bis ins Erzgebirge, wo sich am Samstagnachmittag eine durchgehende Wolkenbank in mehr als 3000 m über NN ausgebildet hatte.
Tagesrang 4 in Runde 9 der Segelflug Bundesliga
Mit Höchstgeschwindigkeiten zwischen 140 – 200 km/h und mit nur wenig Kreisen in starker Thermik bis zu 5 m/sec entwickelte sich in Konkurrenz zu anderen Teams, die im selben Fluggebiet unterwegs waren, ein schnelles und spannendes Rennen.
Der Deutsche Vizemeister Jan Kretzschmar war mit seiner LS 8neo mit Wasserballast in den Tragflächen in der Liga-Wertungszeit von 2 Stunden mit einer Schnittgeschwindigkeit von 145,18 km/h über eine Strecke von 290 km der Schnellste im Team, dicht gefolgt von Gerd Peter Lauer / Bernhard Eder im Doppelsitzer Arcus M mit 141,98 km/h über 284 km und Petra Zimmermann-Lauer auf einem Ventus 3E mit 138,23 km/h über 276 km. Noch Schneller ging es an diesem Tag nur für die Piloten über dem Schwarzwald und der Schwäbischen Alb.
Mit Tagesplatz 4 in Runde 9 festigt der Aero Club Lichtenfels im Gesamtklassement Rang 6. In Führung der LSV Schwarzwald vor dem Segelflugzentrum Königsdorf und der Fliegergruppe Dettingen / Teck.
Kommentare
Einen Kommentar schreiben
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.